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Wimpern und Brille: Der Look hinter dem Glas

Brillengläser verändern, wie Wimpern wirken, und lange Wimpern stoßen ans Glas. So stimmen Sie Schwung, Mascara und Fassung in Ruhe aufeinander ab.

  • 4 Min. Lesezeit
  • Redaktion viplashes-us.de
Geriffelte Glaskaraffe im Gegenlicht vor grünem Satin

Eine Brille rahmt das Auge und verändert zugleich, wie es wahrgenommen wird. Wimpern spielen dabei eine doppelte Rolle. Sie sollen hinter dem Glas sichtbar bleiben und dürfen es doch nicht berühren. Mit einigen Überlegungen gelingt beides.

Was Gläser optisch verändern

Brillengläser wirken je nach Korrektur unterschiedlich auf das Bild des Auges.

Glas Wirkung auf das Auge Folge für den Look
Für Kurzsichtigkeit Auge erscheint kleiner Wimpern dürfen deutlicher betont werden
Für Weitsichtigkeit Auge erscheint größer Jede Unsauberkeit wird sichtbarer
Ohne oder mit geringer Korrektur Kaum Veränderung Die Fassung bestimmt die Wirkung

Bei vergrößernden Gläsern lohnt Präzision. Verklebte Stränge und Krümel fallen sofort auf. Bei verkleinernden Gläsern darf der Wimpernkranz etwas kräftiger ausfallen, damit das Auge nicht hinter der Fassung zurücktritt.

Das eigentliche Problem: Kontakt mit dem Glas

Der häufigste Ärger ist praktischer Natur. Lange oder gerade wachsende Wimpern streifen bei jedem Lidschlag über die Innenseite der Gläser. Das hinterlässt Schlieren und bei frischer Tusche schwarze Punkte.

Drei Ursachen kommen in Betracht:

  • Die Wuchsrichtung: Wimpern, die gerade nach vorn zeigen, erreichen das Glas eher als geschwungene.
  • Der Sitz der Brille: Rutscht die Fassung oder liegt sie sehr nah am Gesicht, verringert sich der Abstand.
  • Die Länge durch Mascara: Formeln, die die Spitzen verlängern, können den entscheidenden Millimeter hinzufügen.

Lässt sich das Problem mit Schminken allein nicht lösen, lohnt ein Besuch beim Optiker. Nasenpads und Bügel lassen sich oft so anpassen, dass mehr Abstand entsteht.

Schwung nach oben statt Länge nach vorn

Der wirksamste Handgriff ist, die Wimpern nach oben zu formen. So gewinnen sie an Wirkung, ohne Richtung Glas zu wachsen.

  1. Formen Sie die sauberen, trockenen Wimpern mit der Wimpernzange nah am Ansatz. Drücken Sie sanft und halten Sie kurz.
  2. Setzen Sie die Mascarabürste am Ansatz an und bewegen Sie sie leicht hin und her.
  3. Ziehen Sie die Bürste nach oben, nicht nach vorn. Blicken Sie dabei leicht nach unten in den Spiegel.
  4. Tuschen Sie die Spitzen nur dünn. Hier entsteht der Kontakt mit dem Glas.
  5. Warten Sie, bis die Tusche vollständig getrocknet ist, bevor Sie die Brille aufsetzen.

Der letzte Punkt wird oft übersehen. Ein Moment Geduld erspart das Putzen der Gläser.

Dichte am Ansatz, Ruhe an den Spitzen

Hinter einer Fassung wirkt ein Wimpernkranz am elegantesten, wenn die Betonung am Ansatz liegt. Das Auge erhält Kontur, ohne dass die Spitzen schwer werden.

  • Konzentrieren Sie die Tusche auf das untere Drittel der Wimpern.
  • Trennen Sie die Härchen sofort nach dem Auftrag mit einem sauberen Bürstchen. Die Technik beschreibt der Beitrag Wimpern bürsten und trennen.
  • Verzichten Sie bei den unteren Wimpern auf dicke Schichten. Unter vergrößernden Gläsern wirken sie schnell unruhig.
  • Eine feine Linie direkt am oberen Wimpernkranz verstärkt den Eindruck von Dichte.

Welche Texturen sich dünn schichten lassen, ohne zu verkleben, lesen Sie unter Mascara-Textur und Finish.

Kurz gesagt: Formen Sie die Wimpern nach oben, betonen Sie den Ansatz und halten Sie die Spitzen leicht. Lassen Sie die Tusche trocknen, bevor die Brille aufgesetzt wird.

Die Fassung einbeziehen

Fassung und Wimpern sollten nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren.

  • Kräftige, dunkle Fassungen setzen bereits einen starken Rahmen. Ein klarer, getrennter Wimpernkranz genügt.
  • Feine Metallfassungen und randlose Brillen lassen dem Auge mehr Raum. Hier darf die Mascara etwas mehr Fülle zeigen.
  • Farbige Fassungen vertragen sich gut mit schlichtem Schwarz an den Wimpern. Farbe an beiden Stellen wirkt schnell unruhig.

Achten Sie zudem auf die obere Kante der Fassung. Verläuft sie auf Höhe der Brauen, bleibt der Wimpernkranz gut sichtbar. Verdeckt sie den oberen Teil des Auges, zählt vor allem der Ansatz.

Im Alltag gepflegt bleiben

Einige Gewohnheiten halten das Bild über den Tag ruhig.

  • Reinigen Sie die Innenseite der Gläser morgens, bevor Sie die Brille aufsetzen.
  • Führen Sie ein Mikrofasertuch mit. Schlieren entstehen auch ohne Tusche durch den natürlichen Fettfilm der Wimpern.
  • Prüfen Sie am Mittag das Unterlid. Hinter Gläsern staut sich Wärme, und manche Formeln geben dann nach.
  • Schieben Sie die Brille nicht ins Haar, solange die Tusche frisch ist.

Am Abend gilt wie immer: gründlich und ohne Reiben abschminken. Die passende Methode für jede Formel finden Sie unter Mascara entfernen nach Formel.

Häufige Fragen

Warum hinterlassen meine Wimpern Spuren auf den Gläsern?

Die Spitzen berühren das Glas, meist weil die Wimpern gerade nach vorn wachsen oder die Brille sehr nah am Auge sitzt. Mehr Schwung nach oben und ein geprüfter Sitz der Fassung helfen.

Welche Mascara eignet sich für Brillenträgerinnen?

Eine Formel, die nach dem Trocknen nicht abfärbt und nicht krümelt. Ob das zutrifft, zeigt erst der Alltag. Dünne Schichten sind in jedem Fall von Vorteil.

Soll ich bei starker Kurzsichtigkeit mehr Mascara tragen?

Gläser für Kurzsichtige lassen die Augen kleiner wirken. Betonte, gut getrennte Wimpern können das optisch ausgleichen. Mehr Schichten sind dafür nicht nötig, eher mehr Sorgfalt.

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